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Büchertipp 1: Invisible Women/Unsichtbare Frauen

Manche Bücher lösen in uns Freude aus, manche Neugier, manche Traurigkeit. Dieses Buch löst in mir Ärger aus, aber auch einen Funken Hoffnung. Caroline Criado Perez, britische Journalistin, Autorin und feministische Aktivistin, brachte 2019 das Buch Invisible Women raus. Der komplette Titel: Invisible Women: Exposing Data Bias in a World Designed for Men. Ein guter Hinweis für den zu erwartenden Inhalt.


Perez verschafft in diesem Buch einen Überblick über all die Lebensbereiche, in denen Frauen durch fehlende Daten diskriminiert und benachteiligt werden. Eine Entwicklung, die nicht gerade absichtlich war – Männer haben sich nicht zusammengesetzt und überlegt, wie sie die Welt für Frauen ein Stück schwerer machen können, sie haben es lediglich vergessen. Und wenn man bedenkt, dass Frauen über 50% der Weltbevölkerung ausmachen ist das ein eher signifikanter Fehler. Perez konzentriert sich aber nicht nur auf die fehlenden Daten, sondern zeigt auch an Hand von Beispielen, dass diese manchmal sogar lebensgefährliche Ungleichheit zwischen Frauen und Männern abgeschafft werden kann. Perez greift auf Statistiken und Beispiele aus der ganzen Welt zurück. Auch Deutschland bietet Statistiken, die immer wieder als Vergleich dienen und so das Buch für uns vielleicht auch noch interessanter machen.


Von der Medizin und Forschung, über den öffentlichen Nahverkehr, zu der Größe von Kunstmappen, unbezahlte Arbeit und Autos, die für Männern designt sind, birgt dieses Buch Einblicke, die manchmal schockierend, manchmal deprimierend sind. Umso mehr zeigt es jedoch, dass es ein Buch ist, das gelesen werden muss – von Frauen und Männern, von Wissenschaftler*innen und Menschen in Führungspositionen.


Denn: das Problem zu kennen ist der erste Schritt zur Lösung.

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