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Büchertipp 2: Extremely Loud & Incredibly Close/ Extrem laut & unglaublich nah

Oskar Schell, neun Jahre alter selbsterklärter "Erfinder, Schmuckdesigner, Goldschmied, Amateur-Entomologe, Frankophiler, Veganer, Origamist, Pazifist, Perkussionist, Amateur-Astronom, Computer-Spezialist, Amateur-Archäologe und Sammler diverser Dinge..." begibt sich auf eine besondere Reise durch New York. Nachdem sein Vater bei den Terroranschlägen am 9. September 2011 umgekommen ist findet Oskar in einer Vase einen Schlüssel mit dem Hinweis „Black“. Er macht es sich zur Aufgabe, das Schloss für den Schlüssel zu finden, indem er jede Person mit dem Namen Black aufsucht - denn sein Vater hat ihn zu Lebzeiten immer wieder auf kleine Abenteuer wie dieses geschickt. Warum sollte es jetzt anders sein?

Parallel zu Oskars großen Suche wird die Geschichte seines Großvaters erzählt, der die Bombenanschläge auf Dresden im Zweiten Weltkrieg zwar überlebt hat, aber diese sein Leben lang verarbeiten muss.


Trotz der Trauer, die dieses Buch durchzieht, schafft es Jonathan Safran Foer die Geschichte mit einer gewissen Leichtigkeit und Witz zu erzählen. Die unterschiedlichen Arten der Trauerbewältigung regen zum Nachdenken an. Foer schafft es einen neunjährigen Jungen zu einem erstklassigen Erzähler zu machen, der den oder die Leser*in in eine neue alte Welt mitnimmt. Foer fesselt durch eine Erzählweise, die nicht nur auf Wörter begrenzt ist.

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