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Mikroabenteuer: Die Reise beginnt vor der Haustür — Eine Idee für den nächsten Urlaub

Paula Pötschick


Die Corona-Krise hat unsere Möglichkeiten für den Kurzurlaub sehr eingeschränkt und die Klimakrise lässt uns auch mal die nähere Umgebung als Urlaubsziel betrachten, um dem Flugzeugverkehr aus dem Weg zu gehen. Was also machen, wenn man keine Kondensstreifen am Himmel hinterlassen will oder darf?

Und warum eigentlich lange planen und viel Geld ausgeben, wenn ein richtiges kleines Abenteuer direkt vor der Haustür auf uns wartet?

Das Phänomen Mikroabenteuer schafft Abhilfe und es gibt nicht mal viel zu beachten.

Außer, dass das Abenteuer nur zu Fuß, auf dem Fahrrad oder aber mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden darf. Und das Ganze soll mindestens 72 Stunden dauern.

Das bedeutet: ein Wochenende reicht vollkommen aus um zu einem oder einer echten Abenteurer*in zu werden.

Aber zuerst ein paar grundlegende Fragen.

Was sollte eingepackt werden?

Am besten Nahrungsmittel für die nächsten Tage, da das Ziel ist, sich fernab von der Zivilisation, zumindest scheinbar, aufzuhalten. Ein Schlafsack und zumindest grundlegende Kochutensilien wären auch nicht schlecht. Ein kleines Buch über essbare Pflanzen erlaubt auch mal den ein oder anderen spontanen Snack am Wegesrand.

Auf der Wettervorhersage basierende Kleidung kann einen vor Erkältung oder Überhitzung retten und ein Erstehilfepaket ist vielleicht auch keine schlechte Idee.

Und wer will packt noch eine Lieblingsperson ein – dann kann man gemeinsam entscheiden, ob man links oder rechts geht, ob es sich um einen essbaren oder giftigen Pilz handelt und ob das Geräusch im Gebüsch ein Vogel oder ein aggressives Wildschwein ist.

Wo schläft man?

Zelten, an nicht ausgewiesenen Plätzen ist in Deutschland verboten. Allerdings ist Lagern (auch Biwakieren genannt), also das Übernachten unter freiem Himmel erlaubt, solange dies nicht auf Privatgrundstücken, Naturschutzgebieten oder an anderen Orten geschieht, an denen es ausdrücklich verboten ist. Für alle Jurist*innen und Interessierten, die Rechtslage um das Übernachten in deutschen Wäldern und Wiesen ist mehr als unübersichtlich und von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Grundlegend gilt aber #leavenotrace, also alles so verlassen, wie es vorgefunden wurde.

Wo soll es hingehen?

Über diese Frage muss man sich eigentlich gar nicht so viele Gedanken machen, da man allein durch die Fortbewegungsmittel eingeschränkt ist. Außerdem geht es ja gerade darum nicht alles von Anfang bis Ende durchzuplanen.

In Brandenburg gibt es viele Flüsse und Seen an denen Kanus oder andere Boote ausgeliehen werden können, mit denen man diese erkunden kann und sich mit diesem Verkehrsmittel unterschiedliche Orte in der Nähe des Gewässers angucken kann.

Besonders abenteuerlich kann das Microabenteuer werden, indem im Voraus kleine Missionen gestellt werden, die es zu erfüllen gilt. Dies könnte zum Beispiel das Entdecken von Ruinen oder das besteigen von Bergen sein.


Im Goßen und Ganzen geht es darum einfach mal raus zu gehen, alles hinter sich lassen und auszuspannen. Zeit in der Natur zu verbringen wird zwar nicht durchgehend ein Zuckerschlecken, aber Bear Grylls wäre stolz!

Raus aus dem Alltagstrott und rein ins (Mikro-) Abenteuer.

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